Carbamidperoxid – das Bleaching-Mittel der Wahl & seine Alternativen

In der heutigen Zeit sind weiße Zähne ein Symbol für Gesundheit und Schönheit. Immer mehr Menschen helfen nach, um ein strahlendes Lächeln zu haben. Am häufigsten kommen Carbamidperoxid und das reine Wasserstoffperoxid zum Einsatz um Zähne von Verfärbungen zu befreien. Bevor Sie es verwenden und sich auf das Resultat freuen, sollten Sie einiges beachten.

Was ist Carbamidperoxid?

Carbamidperoxid
So sieht die chemische Formel des Zahnaufhellungsmittels Carbamidperoxid aus

Carbamidperoxid wird auch festes Wasserstoffperoxid genannt. Es ist eine organische Verbindung aus Wasserstoffperoxid und Harnstoff.
Durch seinen Bestandteil Wasserstoffperoxid wirkt es bleichend und desinfizierend. Daher wird es neben dem Bleaching von Zähnen auch bei Blondierungen und zum Reinigen von Wunden eingesetzt.

Was für ein chemischer Vorgang findet beim Aufhellen der Zähne statt?

Carbamidperoxid reagiert mit den Zähnen. Dabei zerfällt es in Wasserstoffperoxid H2O2 und Harnstoff CO (NH2)2. Wasserstoffperoxid ist dabei der relevante Stoff. Dieser gelangt in das Zahnschmelz und entfernt dort die Verfärbungen.

Wie wird Carbamidperoxid verwendet?

Carbamidperoxid kommt bei Home Bleaching zum Einsatz. Es ist deutlich milder und schonender, denn es besteht aus zirka ein Drittel Wasserstoffperoxid. Aus diesem Grund sind die ersten Erfolge erst nach zwei bis vier Wochen ersichtlich.

In der Zahnindustrie ist es oftmals in folgenden Produkten enthalten, die neben dem Reinigen auch mit Bleaching werben:

  • Zahncremes
  • Mundspülungen
  • Bleichschienen

Kann es für die Zähne gefährlich sein?

Beim falschen Anwenden schädigen Sie Ihre Zähne. Es ist ratsam vorab mit einem Zahnarzt zu sprechen. Carbamidperoxid kann den Zahnschmelz angreifen. Es können langfristige Folgen entstehen. Das Zahnschmelz kann spröde werden und die Zähne werden für Karies anfälliger.
Außerdem besteht die Gefahr, dass der Zahnersatz, wie Füllungen, Kronen oder Veneers in ihrem Farbton von den gebleachte Zähnen stark abweichen.

Welche Alternative gibt es?

Neben dem Carbamidperoxid kommt oftmals das stärkere Wasserstoffperoxid bei einem professionellen Zahnbleaching zum Einsatz.
Wasserstoffperoxid besitzt eine höhere Konzentration. Bei einer professionellen Zahnbleaching liegt sie zwischen 9 und 40 Prozent.
Dadurch hellen die Zähne oft schon nach einer Behandlung auf. Dies sollte nie zu Hause allein durchgeführt werden, denn bei dieser Behandlung sind Schutzmaßnahmen für das Zahnfleisch zu beachten.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Carbamidperoxid und Wasserstoffperoxid?

Gemeinsamkeiten

  • Beide Stoffe werden verwendet, um Zähne aufzuhellen.
  • Sie enthalten den Bleichstoff Wasserstoffperoxid.

Unterschiede

  • Carbamidperoxid enthält neben Wasserstoffperoxid noch Harnstoff. Es beinhaltet Wasserstoffperoxid im Verhältnis 1:3.
  • Wasserstoffperoxid ist daher ein stärkeres Bleichmittel und wirkt schneller.

Kann nur Bleaching die Zähne wieder aufhellen?

Viele Zahnbeläge sind nur oberflächlich. Diese lassen sich durch eine professionelle Zahnreinigung entfernen.
Zahnbleaching kommt dann zum Einsatz, wenn die Verfärbungen sich schon im Zahnschmelz und ins Dentin befinden.

Welche Nebenwirkungen treten auf?

Beim falscher Dosieren schädigen Sie Ihr Zahnschmelz. Es kommt vereinzelt zu Reizung des Zahnfleischs oder eine erhöhte Empfindlichkeit der Zähne. Sie lassen bei Absetzung des Bleichmittels in der Regel wieder nach.
Es kann zu einem Farbunterschied zwischen gebleachten Zähnen und Zahnfüllungen sowie Verblendungen kommen, da diese Ihren Farbton nicht verändern.

Checkliste zum Bleaching mit Carbamidperoxid

  • Carbamidperoxid kann Zähne wieder aufhellen.
  • Es beinhaltet das Bleichmittel Wasserstoffperoxid, daher benutzen Sie es mit Vorsicht.
  • Sie können es in Ihren eigenen vier Wänden durchführen. Denn es gibt passende Produkte im freien Handel zu kaufen.
  • Erste Resultate können Sie nach zwei bis vier Wochen sehen.

Fazit – gelbe Zähne strahlen wieder weiß

Zahnverfärbung, die durch Tee, Kaffee, Nikotin und Fruchtsäure auftreten, können Sie einfach selbst oder mithilfe eines Zahnarztes beseitigen. Dabei kommt das mildere Carbamidperoxid oder das stärker bleichende Wasserstoffperoxid zum Einsatz. Letztendlich entscheiden Sie, ob Sie lieber ein Produkt aus dem freien Handel nehmen oder sich beim Zahnarzt für eine Methode fürs professionelle Zahnbleaching entscheiden.

Mehr zum Thema Zahnaufhellung & Bleaching

Bleaching Zuhause mit Schiene & Whitening-Gel

Phone-Bleaching – Zahnaufhellung mit dem Smartphone

Whitening Pens – Zähne aufhellen mit Zahnweiß-Stiften

Bleaching-Stoffe – Diese Mittel sorgen für hellere Zähne